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Zwei Promotionsförderpreise der Münchener Universitätsgesellschaft für die Tierärztliche Fakultät

26.06.2026

Die Münchener Universitätsgesellschaft (MUG) zeichnet in diesem Jahr gleich zwei Nachwuchswissenschaftler der Tierärztlichen Fakultät der LMU mit einem Promotionsförderpreis für ihre herausragenden Dissertationen aus.

© LMU

Mit ihren jährlich vergebenen Förderpreisen würdigt die Münchener Universitätsgesellschaft exzellente wissenschaftliche Leistungen des akademischen Nachwuchses an der LMU. Die beiden ausgezeichneten Dissertationen der Tierärztlichen Fakultät leisten wichtige Beiträge zur Veterinärmedizin und darüber hinaus auch zur biomedizinischen Forschung.

Dr. Katharina Zwicklbauer: Coronaviren bei Katzen und Menschen bekämpfen

Dr. Katharina Zwicklbauer erhält den Promotionsförderpreis für ihre Dissertation „Untersuchungen zu klinischen, labordiagnostischen, virologischen und immunologischen Parametern bei Katzen mit feliner infektiöser Peritonitis während und nach antiviraler Therapie“.

Die feline infektiöse Peritonitis (FIP), eine durch Coronaviren verursachte Erkrankung, galt lange als unheilbar. In ihrer Dissertation konnte Katharina Zwicklbauer zeigen, dass der antivirale Wirkstoff GS-441524 Katzen mit FIP vollständig und dauerhaft heilen kann, ohne schwerwiegende Nebenwirkungen. Ihre Forschung hat damit wesentlich zur Etablierung einer wirksamen Therapie beigetragen und eröffnet betroffenen Tieren und ihren Halterinnen und Haltern neue Perspektiven.

Darüber hinaus reicht die Bedeutung der Arbeit über die Tiermedizin hinaus. In enger Zusammenarbeit mit dem Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU untersuchte Zwicklbauer Parallelen zwischen FIP und einem bei Kindern im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 beobachteten Krankheitsbild. Die Dissertation verdeutlicht damit eindrucksvoll das Potenzial des One-Health-Ansatzes und die enge Verbindung zwischen Veterinär- und Humanmedizin.

Dr. Sebastian Thomas Kunte: Neue Einblicke in den Stoffwechsel von Hirnzellen

Für seine Dissertation „Untersuchung der relativen zellulären Glukoseaufnahme von Mikrogliazellen im regulären Hirnmilieu“ erhält Dr. Sebastian Thomas Kunte ebenfalls einen Promotionsförderpreis.

Im Rahmen seiner Arbeit war Kunte an der Etablierung des sogenannten Single-Cell-Radiotracings beteiligt, einer innovativen Methode zur Messung des Zuckerstoffwechsels einzelner Hirnzelltypen im lebenden Organismus. Seine Forschung zeigt, dass Mikrogliazellen – die Immunzellen des Gehirns – ihren Stoffwechsel außerhalb ihres natürlichen Umfelds grundlegend verändern und deshalb unter Laborbedingungen andere Eigenschaften aufweisen als im lebenden Gehirn.

Diese Erkenntnisse tragen dazu bei, bildgebende Verfahren wie die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) besser zu interpretieren und schaffen eine wichtige Grundlage für die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Alzheimer. Die ausgezeichnete Dissertation unterstreicht die Bedeutung veterinärmedizinischer Grundlagenforschung für das Verständnis menschlicher Erkrankungen.

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