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News aus unserer Onkologie

12.12.2025

Elektrochemotherapie als neue Therapiemöglichkeit

Die meisten Krebserkrankungen bei Haustieren können bei uns an der Kleintierklinik mit Operationen, Chemotherapie oder einer Kombination dieser Methoden behandelt werden. Welche Methode gewählt wird, hängt unter anderem von der Lokalisation des Tumors, dem biologischen Verhalten des Tumors (Metastasierungs- und Rezidiv-Risiko), der Möglichkeit einer vollständigen chirurgischen Entfernung sowie der individuellen Situation des Patienten ab.

In einigen Fällen ist eine vollständige Entfernung des Tumors nicht möglich – etwa, weil er schwer zugänglich ist oder ein besonders invasives Wachstum zeigt. Unvollständig entfernte Tumoren können zurückkehren, weshalb nach einer Operation oft eine Strahlentherapie empfohlen wird. Diese kann jedoch sehr teuer und für einige Tierhalter nicht immer finanzierbar sein, da sie mehrere Narkosen erfordert und nur in wenigen Kliniken verfügbar ist.

Die Elektrochemotherapie als neue Therapiemöglichkeit

Eine vielversprechende Alternative ist in solchen Fällen die Elektrochemotherapie (ECT):

Sie bietet vor allem dann Vorteile, wenn eine Operation oder Strahlentherapie nicht in Frage kommen. Die Behandlung ist minimal invasiv, verursacht in der Regel keine schweren Nebenwirkungen und die Erholungszeit ist kurz.

Bei der Elektrochemotherapie werden elektrische Impulse genutzt, um Chemotherapeutika direkt in Tumorzellen einzubringen. Die Methode eignet sich besonders für solide Tumoren und wird unter allgemeiner Anästhesie durchgeführt. In der Regel erfolgt sie ambulant, der eigentliche Eingriff dauert je nach Tumorgröße etwa 15 – 45 Minuten.

Haben Sie Fragen zur Elektrochemotherapie?

Kontaktieren Sie uns jederzeit unter Kleintier.Onkologie@lmu.de. Wir beraten Sie gerne und finden gemeinsam die bestmögliche Therapie für Ihr Tier!