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Neue Studie hilft, Leishmaniose-Rückfälle beim Hund frühzeitig zu erkennen

11.02.2026

Nach Behandlung der Leishmaniose bleibt bei vielen Hundehaltern die Sorge vor einem Rückfall. Eine neue wissenschaftliche Studie von Melanie Kämpfle und der Arbeitsgruppe unter der Leitung von PD Dr. Michèle Bergmann gibt nun Hoffnung und Orientierung.

Die Leishmaniose ist eine chronische Erkrankung, die über die Sandmücke übertragen wird und Hunde ein Leben lang begleiten kann. Auch wenn es dem Hund scheinbar gut geht, kann die Krankheit im Verborgenen wieder aktiv werden – mit teils schweren Folgen für Haut, Organe und Lebensqualität.

Genau hier setzte die neue Studie an: Es sollte herausgefunden werden, wie Rückfälle möglichst früh erkannt werden können, bevor Hunde sichtbar leiden.

Was wurde gemacht?

52 an Leishmaniose erkrankte Hunde wurden über ein Jahr hinweg intensiv begleitet. Alle Tiere lebten in Deutschland und hatten keinen weiteren Kontakt zu Endemiegebieten. In regelmäßigen Abständen wurden die Hunde gründlich untersucht – von der klinischen Untersuchung über Blut- und Urintests bis hin zu speziellen Leishmaniose-Tests.

Die wichtigsten Warnsignale

Bei einigen Hunden kam es trotz vorheriger Stabilisierung zu einem Rückfall. Besonders häufig zeigten sich dabei frühe Anzeichen, die Hundehalter ernst nehmen sollten:

  • vergrößerte Lymphknoten, oft unauffällig
  • Hautprobleme wie Schuppen, stumpfes Fell oder Haarausfall
  • Eiweiß im Urin, ein stilles Warnsignal für eine beginnende Nierenschädigung

Diese Veränderungen traten oft auf, bevor der Hund schwer krank wirkte.

Warum diese Ergebnisse so wichtig sind

Leishmaniose ist kein „Einmal-und-dann-vorbei“. Die Studie zeigt eindrücklich: Regelmäßige Kontrollen können Leben schützen. Früh erkannt, lassen sich Rückfälle oft besser behandeln – und unnötiges Leiden kann vermieden werden. Besonders die Urinuntersuchung spielt dabei eine entscheidende Rolle, auch wenn der Hund äußerlich noch fit erscheint. Diese Forschung macht Mut – und sie mahnt zugleich: Bleiben Sie dran, auch wenn es Ihrem Hund gut geht. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind ein wichtiger Beitrag zu einem langen, guten Hundeleben.

Hier geht es zum Artikel:

Importance of Different Parameters for Monitoring Dogs with Leishmania infantum Infections in a Non-Endemic Country

Kaempfle M, Dorsch R, Zablotski Y, et al.

Pathogens (2025). DOI: 10.3390/pathogens14121282