Forschungsschwerpunkte Prof. Dr. Nadine Paßlack

Untersuchungen zur Abschätzung der gesundheitlichen Relevanz von Mykotoxinen im Hundefutter

Das von der „Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung e.V.“ geförderte Projekt soll die Relevanz einer Mykotoxinbelastung von Futtermitteln für die Gesundheit von Hunden umfassend untersuchen. Projektleitende sind Prof. Dr. Nadine Paßlack (Lehrstuhl für Tierernährung und Diätetik, LMU München) und Prof. Dr. Dr. Sven Dänicke, Institut für Tierernährung, Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit). Die Untersuchungen erfolgen in einem zweistufigen Ansatz, bei dem neben Arbeiten an der Zellkultur mit hundespezifischen Blut- und Nierenepithelzellen auch kommerzielle Futtermittel analysiert werden. Die Exposition der Blut- und Nierenzellen erfolgt mit praktisch relevanten Mykotoxinen im Rahmen von Dosis-Wirkungs-Studien. Bei der Untersuchung der Futtermittel auf ihren Mykotoxingehalt wird ein Schwerpunkt auf den Vergleich „konventioneller“ (fleischbasierter) und „unkonventioneller“ (pflanzenbasierter) Produkte und eine damit verbundene Risikoabschätzung gelegt.

Einfluss von Ernährungsfaktoren auf den Stoffwechsel

Ein aktuelles Forschungsprojekt untersucht den Einfluss von Seidenraupenpuppenmehl und -öl in einem Futter auf den Stoffwechsel von normal- und übergewichtigen Hunden und Katzen. Das Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert (https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/502972007).

Im Fokus stehen hierbei mögliche Effekte der Fütterung auf den Energie- und Fettstoffwechsel, den Hormonhaushalt, das Immunsystem und die intestinale Mikrobiota. Das Projekt adressiert sowohl grundlagenorientierte als auch klinische Fragestellungen und soll wichtige Erkenntnisse zu den Stoffwechseleffekten von Insektenprotein und -öl bei Hunden und Katzen liefern.

Einfluss von Ernährungsfaktoren auf die Harnzusammensetzung

Ziel der Forschungsaktivitäten ist es, ernährungsbedingte Risiko- und Präventionsfaktoren für das Auftreten von Harnsteinen bei Hunden und Katzen zu identifizieren und dadurch bestehende diätetische Konzepte kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern.

In den vergangenen Jahren wurde hierbei insbesondere die Bedeutung der Protein- und Mineralstoffversorgung für die Entstehung von Kalziumoxalatharnsteinen untersucht.

Eine aktuelle Studie evaluiert den Einfluss der Fettkonzentration und des Fettsäurenmusters im Futter auf die Harnzusammensetzung sowie weitere Stoffwechselparameter bei Katzen.

Einfluss von Ernährungsfaktoren auf das Immunsystem und die intestinale Mikrobiota

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der ernährungsbedingten Modulation des Immunsystems sowie der intestinalen Mikrobiota von monogastrischen Tieren, insbesondere von Hunden, Katzen, Schweinen und Pferden.

Dabei werden unterschiedliche diätetische Faktoren wie Prä- und Probiotika, Protein bzw. Aminosäuren sowie Spurenelemente (z. B. Zink) untersucht.

Die Studien haben dabei das Ziel, die Tiergesundheit mit Hilfe innovativer Fütterungskonzepte zu unterstützen bzw. zu verbessern.

Alternative Proteinquellen

Die Forschungsaktivitäten evaluieren, inwieweit die Fütterung einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen leisten kann. Publizierte Daten aus Kooperationsprojekten liegen bereits zum potenziellen Einsatz von verschiedenen Insektenarten sowie von Speiseresten im Hunde- und Katzenfutter vor. Auch die laufende Forschung hat einen Schwerpunkt in der Untersuchung neuer Proteinquellen, insbesondere von Insektenprotein. Hierfür werden sowohl Fütterungsstudien als auch in vitro-Experimente, beispielsweise an der Zellkultur, durchgeführt.

Publikationen von Prof. Dr. Nadine Paßlack zu den o.g. Forschungsschwerpunkten

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=Pa%C3%9Flack+N&sort=date